Der Goldpreis hat in dieser Woche mit 1344,85 US Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) seinen Jahreshöchststand erreicht. Die meisten Leute gehen davon aus, dass dies wegen der Nordkorea-Krise geschah. Warum? In Krisen ist Gold eine beliebte Vermögensanlage. Denn Gold behält seinen Wert im Gegensatz zum Papiergeld. Doch am Mittwoch meldete die amerikanische Großbank Goldman Sachs, dass es vor allem die Unsicherheit durch die Politik Donalds Trumps sei, die den Goldpreis treibe.

Wie sich der Goldpreis weiterentwickelt, ist sehr schwer vorherzusehen. Dennoch wollen wir mal einen Blick darauf werfen, wie auch du in den Rohstoff investieren könntest.

Es gibt verschiedene Wege zur goldenen Absicherung.

1. Du erwirbst echtes Gold, lässt es zu dir nach Hause schicken oder deponierst es in der Bank.
Vorteil: Du besitzt dein Gold wirklich. Wenn es zur Krise kommt, hast du es bei dir. Du kannst damit bezahlen, wenn das Papiergeld wertlos geworden ist.
Nachteil: Du musst sowohl Gebühren beim Kauf als auch bei der Lagerung zahlen. Und viel Gold zuhause zu lagern bietet sich unter Sicherheitsaspekten auch nicht gerade an

2. Du kaufst einen Gold-ETC: Dieser funktioniert ähnlich wie Aktien-ETFs. ETC steht für (Exchange Traded Commodities). Du kannst also auch mit wenig Geld den Rohstoff erwerben und musst nicht eine komplette Feinunze für über 1000 Dollar kaufen. Du bekommst das Gold nicht persönlich, sondern hast nur auf dem Papier stehen, dass du es besitzt. Hier findest du eine Auflistung der möglichen ETCs.

3. Du kaufst Xetra-Gold: Das ist ein Angebot der deutschen Online-Börse Xetra. Wenn du hier Gold erwirbst, werden deine Anteile an Goldbarren zu großen Teilen in Tresoren in Frankfurt für dich verwahrt.

Aber Achtung: Experten empfehlen, nicht mehr als 10 Prozent des Anlagevermögens in Gold zu investieren. Gold dient weniger als Mittel zum Reichtum sondern eher als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Die Rendite von Gold hinkt der Rendite von weltweilen Aktien meilenweit hinterher. So hat der Goldpreis unter Schwankungen von 1985 (umgerechnet 499 Euro) bis ins Jahr 2017 (1354 Euro) lediglich um 171,34 Prozent zugelegt. Der MSCI World hat im gleichen Zeitraum 881,8 Prozent Rendite erwirtschaftet.

Abschließend lässt sich sagen, dass Gold als Depot-Beimischung funktionieren kann. Du solltest aber nicht zu viel Geld investieren. Und möglicherweise hat der Goldpreis seinen vorläufigen Höchststand bereits erreicht. Experten von Goldman Sachs gehen nämlich außerdem davon aus, dass sich der Kurs wieder bei 1250 Dollar einpendeln wird. Das wäre dann niedriger als der aktuelle Preis.

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