Ein Stück Schokolade, für das du letztes Jahr noch einen Euro bezahlt hast, ist heute 1,4 Prozent teurer. Der Grund dafür ist die Inflation. Wir erklären dir im Finanz-ABC, was es mit diesem wichtigen Begriff der Finanzwelt auf sich hat.

Die Inflation bezeichnet die Preissteigerung von Produkten und Dienstleistungen. Sie sorgt dafür, dass deine Kaufkraft abnimmt. Das heißt, dass du dir für die gleiche Menge deines hart erarbeiteten Geldes weniger leisten kannst. In der Theorie kommt es dann zur Inflation, wenn die Menge an Geld in einem Land stärker wächst als die Menge der hergestellten Produkte. In der Praxis sind ihre Folgen gerade für Verbraucher problematisch: Die Butter wird teurer, der Friseurbesuch, das Busfahren und das Kinoticket. Und das setzt sich jedes Jahr so fort.

Die Inflation kann verheerende Folgen haben

Die Angst der Deutschen vor der Inflation ist historisch begründet. Durch eine Hyperinflation nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Geld in Deutschland binnen weniger Jahre so stark entwertet, dass ein Laib Brot in Berlin im Jahr 1923 schließlich mehr als fünf Milliarden Mark kostete.

Im Normalfall bewegt sich die Inflation um die zwei Prozent herum. Sie wird immer auf Jahressicht gemessen. In Deutschland lag die Inflation zwischen Februar 2017 und Februar 2018 bei 1,4 Prozent. Diese Zahl erhebt das Statistische Bundesamt im sogenannten Verbraucherpreisindex. Dort findest du die Inflationsraten für die wichtigsten Waren und Dienstleistungen. Wer genau nachlesen möchte, wie er zusammengestellt und berechnet wird, schaut hier mal rein.

Üblicherweise gleichen steigende Löhne und gesunde Zinsen die Inflation aus. Derzeit befinden wir uns jedoch in einer Phase der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Das bedeutet, dass das Vermögen von Sparern nicht mehr stark genug wächst, um die Geldentwertung auszugleichen.

Was hilft dir gegen die Geldentwertung?

Das klingt dramatisch, doch es gibt ein gutes Mittel gegen das Schreckgespenst Inflation. Das Zauberwort lautet Geldanlage. Wenn du die Rendite erwirtschaftest, die genau der Inflationsrate entspricht, dann verlierst du immerhin kein Geld. Noch besser wäre es, wenn dein Gewinn höher ausfällt als die Preissteigerung. Wie wir das machen, zeigen wir in unserer 25 Euro-Challenge.

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