Von “Fonds” hört ihr in den Börsennachrichten oder von eurem Bankberater sicherlich ständig. Aber was ist ein Fonds überhaupt? Wir erklären euch diesen wichtigen Begriff der Finanzwelt im Finanz-ABC einfach verständlich.

Was ist ein Fonds?

Ihr könnt euch den Fonds als einen Geldtopf vorstellen, in den viele Menschen eine Münze hineinwerfen. Dann sammelt ein Aufseher das Geld. Er macht damit Geschäfte, um das Vermögen zu vermehren. Anschließend wirft er die Gewinne wieder in den Topf. So bekommt am Ende in der Theorie jeder, der eine Münze in den Topf geworfen hat, einen größeren Betrag zurück.

Grundsätzlich ist mit einem Fonds also ein Geldvorrat gemeint, der für einen bestimmten Zweck gebildet wird. Von diesem Zweck ausgehend haben sich in der Finanzwelt zahlreiche verschiedene Typen von Fonds entwickelt. Wir stellen euch nun drei besonders wichtige Arten vor.

Arten von Fonds

Investmentfonds

Wenn von einem Fonds die Rede ist, bezieht sich das in den meisten Fällen auf den klassischen Investmentfonds. Viele Banken oder andere Kapitalgesellschaften bieten ihren Kunden solche Fonds an. Alle Anleger sollen von der gemeinsamen Geldanlage profitieren. Meistens fließt das Fondsvermögen in ein Bündel von Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen oder Immobilien. Das hat für den Anleger den Vorteil, dass das Risiko breit gestreut wird. Auch der ETF ist ein Investmentfonds. Als Hedgefonds bezeichnet man einen Investmentfonds, der den Anlegern durch riskante, spekulative Kapitalanlagen außergewöhnlich hohe Renditen verspricht.

Währungsfonds

Um Wechselkursschwankungen auszugleichen und Staaten in wirtschaftlicher Not zu stabilisieren, haben Staaten auf internationaler Ebene gemeinsame Fonds gegründet. Das bekannteste Beispiel ist der Internationale Währungsfonds (IWF). Es handelt sich dabei um eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen unter Leitung der Französin Christine Lagarde. In der Europäischen Union treibt die Politik den Aufbau eines eigenen europäischen Währungsfonds voran, der kriselnde Mitgliedsländer finanziell unterstützten soll.

Staatsfonds

Staatsfonds investieren Geld im Auftrag eines Staates. Der größte Staatsfonds der Welt ist der Staatliche Pensionsfonds des Königreichs Norwegen. Er verwaltete im letzten Jahr ein Vermögen von fast 900 Milliarden Euro. Der Fonds investiert die Erlöse Norwegens aus dem Verkauf von Öl und Gas in Aktien, Anleihen und Immobilien – und sichert damit die Renten der Norweger.

Merken

Merken

Autor*in