Auch für Studenten kann eine Steuererklärung sehr sinnvoll sein. Wir stellen vor: Die Studentensteuererklärung. Warum sie wichtig ist, was du beachten solltest und wie du dir dein Geld auch nach dem Studium noch zurückholen kannst erklären wir dir hier.

Worin unterscheiden sich Steuererklärung und Studentensteuererklärung?

Gar nicht. Es gibt nur die eine Steuererklärung. Man sagt aber Studentensteuererklärung, weil diese auf besondere Dinge Wert legt. Bedeutet: Studienkosten absetzen, Verlustvorträge sichern und so Geld vom Staat zurückbekommen. Wenn du freiwillig die Steuererklärung abgibst, es also nicht musst, dann hast du vier Jahre Zeit dafür. Bedeutet: Die Steuererklärung für 2017 musst du erst am 31. Dezember 2020 abgeben. Das heißt für dich auch: Selbst wenn du in den letzten Jahren keine Steuererklärung abgegeben hast, es jetzt aber noch gerne tun möchtest, dann kannst du noch alle Steuererklärungen ab 2013 abgeben.

Was ist ein Verlustvortrag?

Mit dem Verlustvortrag hast du die Möglichkeiten, Verluste aus vergangen Jahren zu deinem Vorteil zu nutzen. Verlust bedeutet: Du hast mehr ausgegeben, als du eingenommen hast. Du gibst dem Finanzamt an, wie viel Verlust du hattest. Das wird in den nächsten Jahren dann auf deinen Gewinn angerechnet, sodass du dann weniger Steuern zahlen musst.

Muss jeder Student eine Steuererklärung machen?

Nein, ein Student muss grundsätzlich keine Steuererklärung machen. Es gibt aber Ausnahmen.

  1. Du hast selbstständig auf Rechnung gearbeitet und hattest Einnahmen über dem Grundfreibetrag von 8820 Euro
  2. Du hattest Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte über dem Grundfreibetrag

Wenn du einen Minijob hattest, bei dem du maximal 450 Euro pro Monat verdient hast, musst du keine Steuererklärung abgeben. Es lohnt sich aber, wenn du noch Ausgaben für dein Studium hattest.

Welche Ausgaben kann ich als Student absetzten?

Grundsätzlich alle Ausgabe, die direkt mit dem Studium in Verbindung stehen. Zum Beispiel:

  • Semestergebühren
  • Ausgaben für Auslandssemester
  • Kosten für Fachliteratur
  • Fahrtkosten zur Universität
  • Arbeitsmaterialien

Grundsätzlich solltest du für alle Ausgaben die Belege sammeln. Also auch für Bewerbungsgespräche für ein Praktikum oder Kosten für das Praktikum, für Exkursionen, die du machen musst und so weiter.

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